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Als Menschen für Menschen 1992 das integrierte ländliche Entwicklungsprojekt in Merhabete begann, gehörte der Distrikt im zentraläthiopischen Hochland zu den rückständigsten und ärmsten im ganzen Land. Systematisch wird seitdem in jeder einzelnen Gemeinde an den Problemen gearbeitet.
Die Ortschaft Kollasch liegt auf einem 2.600 m hohen Tafelberg. Früher waren die 7.000 Einwohner fast völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Alles – von der Nahrung bis hin zu Baumaterialien – musste mühsam mit Hilfe von Eseln hinauftransportiert werden. Heute gibt es eine 35 km lange Schotterstraße, die Menschen für Menschen unter aktiver Beteiligung der Bevölkerung entlang der steilen Felswand gebaut hat. Für die Einwohner von Kollasch ist diese Straße das lang ersehnte Tor zur Welt. Karlheinz Böhm ist seine Fahrt nach Kollasch trotzdem in abenteuerlicher Erinnerung geblieben: „Dass meine Mitarbeiter und ich als Fahrer bei dieser Steilheit und all den Kurven überhaupt dort oben angekommen sind, grenzt für mich an ein Wunder!“
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