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Interview mit Karlheinz Böhm
Nicht selten stehen wir "Afrika" verständnislos gegenüber. Doch so mancher Afrikaner versteht uns Europäer nicht: So wundert sich beispielsweise Almaz Böhm, dass es Seniorenheime gibt.
Einer Studie der UNO zufolge wird die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 auf 9,3 Milliarden Menschen anwachsen. In den ärmsten 48 Ländern werden sich die Einwohnerzahlen verdreifachen. Aber in Äthiopien hat eine Familie schon heute durchschnittlich sechs Kinder. Denn gerade Menschen, die in Armut und ohne Schutz vor den Folgen des Alters, einer Krankheit oder der Arbeitslosigkeit leben, betrachten Kinder traditionell als eine Form der "Sozialversicherung". Neben ihren Müttern sind sie die Hauptleidtragenden der unglückseligen Verhältnisse in Äthiopien. Deshalb kommt der Großteil unserer Aktivitäten ihnen, den sozial Benachteiligten, zugute: Wir setzen auf kulturell angepasste Familienplanung, die Besserstellung der Frauen in der Gesellschaft, auf Kindergärten und die Betreuung von Waisenkindern. Auch der Bau von Mädchenwohnheimen und die Schaffung von Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten sind wichtige Bestandteile unserer Projektarbeit und Schritte in eine hoffnungsvollere Zukunft.
2 Kinder- und Jugendheime
4 Wohnheime für Schülerinnen und Schüler
6 Ausbildungszentren
9 Kindergärten