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"So nahrhaft und gesund wie ein großes Stück Fleisch", preisen Bauern im äthiopischen Hochland ihre Äpfel zum Verkauf an. Äpfel in Äthiopien? Die Früchte sind wahre Exoten in dem ostafrikanischen Land - und äußerst beliebt: Nicht nur bei Mitarbeitern von internationalen Hilfsorganisationen, sondern auch bei der einheimischen Bevölkerung.
Die Anpflanzung von Apfelbäumen ist eine der Wiederaufforstungs-Maßnahmen von Menschen für Menschen. Mit dem Anbau ertragreicher Pflanzen und Bäume soll die voranschreitende Abholzung in Äthiopien gestoppt und gleichzeitig der Landbevölkerung gezeigt werden, wie sie ihr Land langfristig sinnvoll nutzen können. Da Apfelbäume unter den klimatischen Verhältnissen in Äthiopien ausgezeichnet auf einer Höhe über 2000 Metern gedeihen, werden sie im Hochland angepflanzt.
Seit 2004 verteilt Menschen für Menschen kleine Apfelbäumchen in den Projektgebieten. Die Setzlinge werden in den Baumschulen der Stiftung produziert. Dort gibt es auch Wurzelstöcke zur Veredelung der selbst gezogenen Apfelbaumsetzlinge. Zusätzlich werden Setzlinge von einer Bauerngenossenschaft bei Arba Minch gekauft. Bisher haben über 230 interessierte Bauern Apfelbaumsetzlinge erhalten. Da Äpfel in Äthiopien ein unbekanntes Obst sind, wurde für die zukünftigen Apfelbaum-Besitzer ein praktisches Training angeboten. Dort lernten sie alles Wissenswertes über die Zucht von Apfelbäumen und die Ernte des Obstes. Vorraussetzung für den Erhalt von Setzlingen waren eine geeignete Lage und gute Bodenqualität, die Verfügbarkeit von Wasser und natürlichem Dünger, sowie die freiwillige Mitarbeit an den Vorhaben der integrierten ländlichen Entwicklungsprojekte und/oder ein Status als Modellbauer.
Die Erntezeit für Äpfel ist im März. Die bisherigen Ernten wurden von den Bauern und ihren Familien selbst konsumiert oder in den kleinen Städtchen Meragna und Alem Ketema auf dem Markt verkauft. In den äthiopischen Städten sind Äpfel Mangelware und teuer. Wenn eines Tages größere Mengen an Äpfeln von den Bauern in den Projektgebieten geerntet werden, kann der Überschuss mittels Händlern mit Kleinlastern auch an Städter verkauft werden.
Helfen Sie, Apfelbaumsetzlinge zu verteilen:
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