|
|
|
| |
5. Februar 2005 - an diesem Tag ist alles anders: Weit über Tausend Menschen haben sich in dem Tal versammelt, darunter viele Ehrengäste. Die Bewohner von Wolkabella können ihr Glück kaum fassen. Fröhliche Trillerlaute, Jubelrufe, Kinderlachen - ein wahres Feuerwerk der Freude hallt von den Felsen wider, als Karlheinz Böhm die 100. Schule von Menschen für Menschen eröffnet.
„Du hast den Himmel geöffnet. Unser Leben lang waren wir vergessen!“, sprach der alte Bauer Abdi vor den versammelten Gästen zu Karlheinz Böhm. „Ich kann mich nicht erinnern, dass je ein Regierungsvertreter zu uns gekommen ist – selbst der Wind blies über uns hinweg! Doch dann kamt ihr, und jetzt haben wir sogar eine eigene Schule!“ Nirgends ist die Begeisterung zu lernen größer als hier. Selbst als die Schule noch im Bau war, kamen bereits Hunderte von Kindern. Der Unterricht musste schon vor Fertigstellung der Schule beginnen. Heute besuchen rund 450 Kinder die Grundschule, die aus zwei Unterrichtsgebäuden mit acht Klassenzimmern, einem Büro, Sanitäranlagen und Lehrerunterkünften besteht. Diese Wohnungen bieten vier staatlich bezahlten Lehrern einen Anreiz, in der entlegenen Gegend zu unterrichten.
Finanziert wurde die neue Schule durch eine Wette. Die Bürger der Region Mainfranken-Rhön hatten im Frühjahr 2004 die Herausforderung von Karlheinz Böhm angenommen: „Wetten, dass nicht einmal jeder dritte Einwohner der Region einen Euro für den Bau einer Schule spendet?“ Mit mehr als 300.000 Euro haben sie Böhm haushoch verlieren lassen. Für die Menschen in der entlegenen Region Wolkabella bedeutet dieses Wettergebnis einen wichtigen Schritt in eine selbstbestimmte Zukunft.
| |