| Kontakt | Sitemap | Impressum | Häufige Fragen | Jugendbereich | | Materialien | Presse |
 
 
 1.) Wie kann ich Menschen für Menschen helfen? Ich würde (als Architekt, Arzt, Bauleiter, Krankenschwester, Landwirt etc.) gerne in den Projekten in Äthiopien mitarbeiten und möchte dafür auch kein Gehalt. 
Das ist gut gemeint, wäre aber trotzdem selten hilfreich! Denn jeder Europäer, der in Äthiopien arbeitet, nimmt einer qualifizierten äthiopischen Fachkraft die Arbeit und damit den Verdienst für eine ganze Familie weg. Nicht zuletzt verstehen unsere äthiopischen MitarbeiterInnen ihre Landsleute in Sprache und Mentalität besser, als es der qualifizierteste Europäer je könnte. Menschen für Menschen stellt deshalb nur dort europäische Experten ein, wo es ganz spezielle Aufgaben erfordern - zum Beispiel als Dozent und Abteilungsleiter eines berufsbildenden Colleges. Aus diesem Grund kommen heute von fast 700 MitarbeiterInnen in Äthiopien nur sehr wenige aus Europa.
 2.) Wie viele Menschen arbeiten für die Organisation Menschen für Menschen? 

In dem Büro in München sind 17 Vollzeit- und TeilzeitmitarbeiterInnen beschäftigt. Neben der zeitaufwendigen und verantwortungsvollen Aufgabe der Spendenverwaltung planen und koordinieren diese auch die gesamte Öffentlichkeitsarbeit. Unterstützt wird Menschen für Menschen von fast 600 ehrenamtlichen HelferInnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie im deutschsprachigen Teil Belgiens. In Äthiopien sind über 770 MitarbeiterInnen (davon 5 Europäer) im Auftrag von Menschen für Menschen tätig.

 3.) Und wieso arbeitet Menschen für Menschen nur in Äthiopien? 
Unsere Arbeit in Äthiopien verstehen wir als Beispiel, das zeigt, wie eine eigene Entwicklung der Bevölkerung gefördert und soziale Strukturen verbessert werden können. Gerade in der Konzentration auf ein Land liegt unsere besondere Stärke.
 4.) Bei manchen Hilfsorganisationen fließt ein zu hoher Prozentsatz der Spenden in Verwaltung und Werbung. Wie ist das bei Menschen für Menschen? 
Menschen für Menschen legt sehr großen Wert auf die sparsame Mittelverwendung für Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit. Diese wird jährlich von renommierten Wirtschaftsprüfern kontrolliert. Aufgrund dieses verantwortungsvollen Umgangs mit Spendengeldern trägt Menschen für Menschen in Deutschland das DZI-Spenden-Siegel und in der Schweiz das ZEWO-Gütesiegel.
 5.) Wieso vermittelt Menschen für Menschen keine Patenschaften für äthiopische Kinder? 
Individuelle Patenschaften erfordern einen sehr großen Verwaltungs- und damit auch Kostenaufwand und sind bei Menschen für Menschen daher nicht möglich. Alle Spenden fließen in einen Topf, um in Äthiopien je nach vorliegender Jahresplanung eingesetzt zu werden. Dies garantiert den effektiven und kostensparenden Einsatz der Mittel, die auf diesem Wege vielen Familien und Dorfgemeinschaften zugute kommen – also auch den Kindern.
 6.) Leben Almaz und Karlheinz Böhm eigentlich von der Organisation Menschen für Menschen? 
Der Gründer und Vorsitzende von Menschen für Menschen und seine Frau beziehen kein Gehalt. Sie leben von Karlheinz Böhms Ersparnissen bzw. dem Erbe seines Vaters, des berühmten Dirigenten Karl Böhm.
 7.) Wieso müssen in Äthiopien überhaupt Menschen verhungern?  

Äthiopien ist der landschaftlich höchstgelegene Staat Afrikas. Weil Äthiopien aber vom ostafrikanischen Grabensystem mit seinen bis zu 1.000 Meter tiefen Canyons zerklüftet wird, sind die Transportmöglichkeiten sehr schlecht bis unmöglich. Bei einer Hungersnot im wüstenartigen Osten kommt die Hilfe aus dem fruchtbaren Westen kaum in die entlegenen Dürregebiete.

Die Wälder wurden innerhalb des letzten Jahrtausends abgeholzt, da es keine alternative und bezahlbare Energiequelle gibt. Infolgedessen schwemmt die Erosion jährlich Unmengen humusreichen Bodens ab. Gutes Ackerland wird deshalb auch in den grundsätzlich fruchtbaren Gebieten immer seltener und jede schlechte Ernte kann sofort zur Hungerkatastrophe führen.

 
|